Sulanire

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Die Sulanire kommen aus Ocriea, und sind für ihre Grösse und Körperliche Stärke trotz ihres filigranen Aussehens bekannt. Ihr Stamm besteht ausschliesslich aus Jägern, auch wenn sich der Eine oder Andere im Schwertkampf übt, so ist es absolut nicht ihre Stärke. Sie werden ca. 320 Jahre alt, wobei sie erst mit 120 als Volljährig gelten. Die Volljährigkeit wird mit einem Ritual gefeiert, bei dem die Anwärter auf die Jagd gehen, um ein gehörntes Tier zu erlegen. Einst erlegt wird das Tier von der Ältesten gesegnet, bevor der Jäger es auseinander nehmen muss. Hierbei ist wichtig, dass nichts von dem Tier verloren oder kaputt geht, und alles benutzt werden kann. So werden sich die Anwärter aus dem Fell ein Accessoire oder Kleidungsstück fertigen, das Blut in Gefässe abfüllen und das Fleisch zum Lagern bearbeiten. Danach gilt es die Knochen zu verwerten für Pfeilspitzen und Werkzeuge. Am Ende müssen sich die Anwärter aus dem Horn ein Schmuckstück herstellen, das sie nach bestandener Prüfung als Erwachsen auszeichnen wird. Für die ganze Prüfung, die nur einmal im Jahr stattfindet, haben sie jeweils 5 Tage Zeit, und jeder einzelne wird bei allem was er tut genauestens überwacht. Wenn ein Kandidat in irgendeinem Bereich durchfällt, wird ihm das Zeichen der Volljährigkeit verwehrt. Er ist dann zwar alterstechnisch gesehen Volljährig, wird jedoch nicht als solches anerkannt, und weiterhin wie ein Kind behandelt. Viele Sulanire verlassen den Stamm, nachdem ihre Prüfung missglückt ist, um ihr Glück woanders auf der Welt zu finden. Im Grossen und Ganzen leben Sulanire reich an Stoffen und Ausrüstung. Alles, was sie besitzen, stellen sie selbst aus tropischen Pflanzen und Tieren her. Sie kleiden sich – sowohl Mann wie auch Frau – in lange, wunderschön bestickte und farbenfrohe Gewänder. Sie haben allesamt ein unglaublich filigranes Gesicht und meist langes, blondes Haar. Frauen werden bis um die 180 Zentimeter gross, Männer erreichen nicht selten die 200 Zentimeter Grenze. Sie sind trotz ihres Jagdhintergrundes als Weise bekannt, und scheinen selten unüberlegt zu handeln. Von ihnen gibt es mehrere Gruppierungen in Ocriea, Eras und Flamnarth. In der Kälte von Renira und der Hitze von Aberuthven findet man sie jedoch so gut wie gar nicht. Vielleicht verläuft sich mal ein Späher oder wird eingesackt, freiwillig und bewusst halten sie sich jedoch von so extremen Wetterbedingungen fern. Der Hauptsitz des Stammes befindet sich in Azmarin‘s Fällen, nicht unweit von der Hauptstadt entfernt. Obwohl sie somit auch eine Hierarchie aufweisen, die die Frauen als Oberhaupt erachtet, sind die Männer in dem Stamm keineswegs Sklaven oder Verstossene. Wegen diverser Kreuzungen in der Vergangenheit, unterschiedlichen Lebensorten der einzelnen Gruppen und anderen Einflüssen gibt es heutzutage auch schwarzhaarige und/oder eher dunkelhäutige dieses Stammes. Eines bleibt jedoch gemein: Sie haben allesamt unheimlich helle Augen, die oft an Quellwasser oder Bergkristalle erinnern. Sulanire leben Monogam und finden den Partner des Lebens oft schon vor der Volljährigkeit, wobei ihnen die Heirat erst erlaubt ist, wenn sie die Prüfung zum Erwachsensein erfolgreich abgeschlossen haben. Sulanire entfernen sich etwas von den Eranue, da sie mit deren Lebenseinstellungen nicht wirklich viel anfangen können. Sie werden somit auch nicht gerne mit einem Eranue verwechselt, und erst recht nicht gerne mit ihnen in einen Topf gesteckt. Sie werfen ihren Artgenossen vor, kein Moralgefühl zu haben, und nicht dazu in der Lage zu sein, wirklich Prinzipien zu hegen, da ein Eranue nicht nur so viele Partner haben kann, wie es ihm beliebt, sondern rein theoretisch auch mit 10 schon als Volljährig gelten könnte, würde er die geistige Reife aufweisen. Beides ist für diesen Stamm vollends verwerflich.